Weiter im Text. Nun stehen 6 Tage Malaysia auf den Programm. Wir starten um 6 Uhr in Ko Samui, setzten mit der Fähre zum Festland über und treten eine anstrengende Fahrt mit 2 gecharterten Minibussen in Richtung Penang an. 13 Stunden on the road – was für ein Vergnügen!
Die Einreise nach Malaysia verläuft problemlos. Stempel in Thailand, Stempel in Malaysia und weiter geht es. Weniger entspannt wird es dann auf der Autobahn. Malaysia empfängt und mit 3 Polizeikontrollen zum Preis von einer. Naja, nicht ganz. Die Fahrer der thailändischen Minibusse dürfen ganz offiziell Fahrgäste, die in Thailand zugestiegen sind, transportieren. Also für uns alles im grünen Bereich. Die Polizei nimmt sich aber gerne ein wenig Zeit, das ganz genau zu überprüfen. Dieser Zeit wollen sich unsere Fahrer aber gerne sparen und so wechseln bei jeder der 3 Kontrollen ein paar Scheint den Besitzer und die Fahrt kann ohne Verzögerungen weiter gehen. Am Ende machen die Bestechungsgelder etwa 3/4 ihrer Einnahmen aus.
Penang empfängt und mit einem Hotel, das den Charme einer russischen Kaserne versprüht. Jedes Mal, wenn sich im Zimmer über uns jemand bewegt rieselt Farbe von der Decke.
Das Abendessen im örtlichen Food Court, einem „Restaurant“, das aus vielen kleinen Essensständen besteht, begründet eine neue Tradition. Versehentlich esse ich das Essen von Malin. Ich werde aber nicht der letzte sein, dem das in dieser Woche passiert 🙂
In der Nacht wecke ich Sarah (und vermutlich das halbe Hotel) weil ich einen Albtraum habe und dabei laut losschreie und mich an Sarahs Arm festkralle. Erst nach einigen Sekunden kann ich mich sortieren und weiß, wo ich bin. Sarahs Arm verziert nun ein dicker blauer Fleck…
Am nächsten Morgen ist die wörtliche Feuerwehr so nett und stellt mir ein schickes rotes Auto direkt vor das Hotel. Prima, ein Foto für die Ayler Kameraden und ab in die Stadt.
Die Stadt Penang selbst erweist sich als nicht besonders ergiebig. Nach 2 Stunden lockeren herumlaufen hat man die wesentlichen Sehenswürdigkeiten abgeklappert: englisches Fort, Chinatown, indisches Viertel mit witziger Streetart.
Besonders auffällig: Das Stadtbild wirkt trotz der Übermacht chinesischer und indischer Läden sehr westlich. Der Verkehr ist deutlich anderes als in Thailand. Viel geordneter, viel weniger chaotisch, dafür als Fußgänger aber umso gefährlicher. Während man in Bangkok mit geschlossenen Augen zur Rushhour eine 4-spurige Straße überqueren kann, lebt man hier in der ständigen Angst über den Haufen gefahren zu werden.
Auch lebensgefährlich: Überall offene Abwasserkanäle im Bürgersteig.