Malaysia – Cameron Highlands

Malaysia hat einen Schwarzwald. Heißt natürlich nicht Schwarzwald, sondern Cameron Highlands und statt Kuckucksuhren gibt es es hier Tee und Erdbeeren. Und Erdbeertee.

Mitten im Nirgendwo, nur über wenige Strassen, die sich die Berge hoch schlängeln, zu erreichen findet man hier eine Reihe von Dörfern und kleinen Städtchen. Die gesamte Region lebt von 2 Einnahmequellen: Landwirtschaft und Tourismus.

Die Höhenlage auf Höhen zwischen 1000 und 2000 Metern eignet sich gut für den Teeanbau und das Ziehen von Obst und Gemüse unter Folie. Ausreichend Regen und deutlich kühlere Temperaturen bei gleichzeitig viel Sonne sind ideal dafür. An jeder Strassenecke werden die regionalen Produkte verkauft. In jedem Ort findet man riesige Hotels, die an die steilen Hänge geklebt wurden. Die Strassen in diesen Orten sind vollgestopft mit Touristen – vornehmlich aus Asien. Und so verwundert es nicht, dass neben den angebauten Produkten auch massenweise Nippes angeboten (und von den Japanern wohl auch fleissig gekauft) wird: Erdbeerkissen, Erdbeerkuscheltiere, Erdbeerhandtaschen, Erdbeerarmbanduhren,…

Das Strassenbild verrät eindeutig, dass die Engländer hier waren. Statt der in Thailand üblichen Toyota Hilux dominieren hier Landrover. Jedes dritte Auto ein Landrover – in sämtlichen Baujahren und Erhaltungszuständen. Letzterer meist eher schlecht. Die Form ist meistens noch grob erkennnbar, die Farbe dafür in der Regel nicht mehr vorhanden.

Unser Gästehaus empfängt uns mit dem Charme eines englischen Landhauses. Schuhe sind an der Rezeption abzustellen, pro Etage ein „Wohnzimmer“ mit alten, schweren Sesseln und einem netten Inder an der Rezeption. Die Zimmer sind einfach ausgestattet, Türen und Fenster für die vergleichsweise kalten Temperaturen nicht wirklich gemacht. Das Bad ist pragmatisch eingerichtet. Auf 2 rundum gefliesten Quadratmetern hängt die Dusche einfach an der Wand neben der Dusche. Nach dem Duschen ist also das komplette Bad unter Wasser gesetzt. Besser vorher das Toilettenpapier in Sicherheit bringen. 🙂

Die 1,5 Tage verbringen wir mit der Besichtigung einer Teeplantage, einer Erdbeerfarm (yeah! Erdbeeren, Erdbeerkissen,… ach, das hatten wir ja schon) und einer sehr traurigen Schmetterlingsfarm. Tierhaltung in asiatischen Ländern ist halt immer so eine Sache – selbst die Schmetterlinge tun einem hier leid, wenn man sieht wie die Kinder nach ihnen schlagen und die Aufseher nicht einmal etwas sagen.

Ausserdem wagen wir uns in den Dschungel vor und erklimmen bei Saunaklima 300 Höhenmeter. Im Gegensatz zum trockenen Wald im Norden haben wir hier feucht-warmes Klima, so dass man nach dem Aufstieg  die Aussicht schweissgebadet geniessen kann.

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